Norwegen 1989 mit der XT600

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Nach­dem ich schon 1984 mit Wal­ter zusam­men einen Ver­such abbre­chen muss­te, mit dem Motor­rad das Nord­kap zu errei­chen, hoff­te ich 1989 mit einer etwas grö­ße­ren Maschi­ne bes­se­re Chan­cen zu haben. Schließ­lich hat­te uns beim letz­ten Ver­such nur der anhal­ten­de Regen gestoppt. Wie man aus der Kar­te oben erse­hen kann, habe ich wie­der nicht den Sehn­suchts­ort Nord­kap erreicht. Aber ich habe genug von Nor­we­gen gese­hen, um die Sache auf sich beru­hen zu las­sen.

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Out now — Reisetagebuch 1978 Teil 5 und Ende!

Der letz­te Teil des Road­mo­vie ist jetzt raus und bei You­Tube zu sehen. Er beginnt in Fes, Marok­ko. Von dort rei­sen wir wir wei­ter auf der rou­te impe­ria­le nach Mar­ra­kesch. Ab hier gibt es nicht mehr so viel Film­auf­nah­men, dafür mehr Bil­der von Gun­ne. Auf den Fotos fällt der Weich­zeich­ner ins Auge, der über jedem Bild liegt. Die Erklä­rung: Auf dem Cam­ping­platz in Fes wur­den uns eini­ge Sachen gestoh­len, unter ande­rem ein gro­ßer Teil unse­rer Rei­se­kas­se und Gun­nes Foto­ap­pa­rat. Nach­dem klar war, dass wir die Sachen nicht wie­der­se­hen, besorg­te sich Gun­ne Ersatz auf dem ört­li­chen Schwarz­markt. Erst zu Hau­se bemerk­ten wir den poe­ti­schen Schmelz, der über­ra­schen­der­wei­se über allen Auf­nah­men lag — ein Feh­ler der Optik, viel­leicht war sie auch matt geschlif­fen durch jah­re­lan­gen Kon­takt mit dem Wüs­ten­sand.

Auch Mar­ra­kesch hat­te für uns unter­schied­li­che Ein­drü­cke parat. Wenn die Rück­rei­se wie eine Flucht wirkt, dann ist das nicht ganz falsch, denn unser Bedarf an der Exo­tik des Maghreb war irgend­wann gedeckt. Wir ver­lie­ßen Marok­ko auf dem dem direk­ten Weg nach Nor­den und leg­ten noch ein paar Tage in Por­tu­gal an der Algar­ve ein, bevor die letz­te gro­ße Etap­pe uns wie­der nach Hau­se, nach Ber­lin brach­te.

Rei­se­ta­ge­buch, 29. August

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Reisetagebuch 1978 Teil 4: Von Athen nach Fes, Marokko

Als wir unse­re Rund­rei­se zuerst plan­ten, soll­te sie tat­säch­lich rund ums Mit­tel­meer gehen, also von der Tür­kei aus wei­ter über Syri­en und den Nahen Osten, Ägyp­ten, Liby­en und Alge­ri­en wei­ter nach Marok­ko und schließ­lich wie­der über Spa­ni­en und Frank­reich nach Hau­se.

Lei­der war unser Plan mit den  poli­ti­schen Ver­hält­nis­sen nicht ver­ein­bar. Für eini­ge Tran­sit­län­der gab es kei­ne Visa und Car­nets und sicher waren sie zu der Zeit auch nicht. Um trotz­dem nach Marok­ko zu kom­men, fuh­ren wir von Istan­bul zurück nach Grie­chen­land und dann in einer zwei Tage lan­gen Non­stop-Mons­ter­tour an der jugo­sla­wi­schen Küs­te ent­lang und durch Ober­ita­li­en bis nach Süd­frank­reich. Von dort ging es in eini­gen klei­ne­ren Etap­pen wei­ter durch Spa­ni­en. In Alge­ce­i­ras setz­ten wir dann über nach Ceu­ta und reis­ten nach Marok­ko ein.

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Was Reisen für mich bedeutet

Schon mei­ne Eltern haben mich dem Rei­se­fie­ber infi­ziert, als sie mich und mei­ne Schwes­ter Aria­ne sogar als klei­ne Kin­der auf jede Rei­se mit­nah­men. Wir lern­ten auf die­se Wei­se Deutsch­land, Frank­reich und die Schweiz ken­nen. Da wir in West­ber­lin leb­ten, flo­gen wir in den ers­ten Jah­ren vom Flug­ha­fen Tem­pel­hof aus nach Han­no­ver, um den Tran­sit über die Inter­zo­nen­au­to­bahn zu ver­mei­den. Erst dort begann die Rei­se auf dem Land­weg mit unse­rem Auto. Der Wagen, erst ein DKW 3=6, spä­ter ein elfen­bein­far­be­ner DKW F12, stand vor dem Flug­ha­fen Han­no­ver, über­führt von einem Mann, den wir nie zu Gesicht beka­men. Es ver­gin­gen noch Jah­re, bis wir von Ber­lin aus mit dem Auto los fuh­ren.

Von Han­no­ver ging die Rei­se nach Süden. Ich erin­ne­re mich, dass wir ein­mal in Augs­burg über­nach­te­ten und die Fug­ge­rei im Later­nen­licht besich­tig­ten. Die Feri­en ver­brach­ten wir zu Anfang oft in der fran­zö­si­schen Schweiz. An Hau­te Nen­daz und den Col de la For­claz habe ich schö­ne Erin­ne­run­gen.  In  Genf wohn­ten wir zwei Jah­re nach­ein­an­der in der Woh­nung einer Bekann­ten mei­ner Eltern, Eli­sa­beth Adler, die dort im Welt­kir­chen­rat mit­ar­bei­te­te. An Genf mit sei­ner Fon­tä­ne habe ich schö­ne Erin­ne­run­gen. In der Grün­an­la­ge am See ver­lieh ein Mann Tret­au­tos. Mit so einem Auto fuhr ich die Park­we­ge ent­lang und fand das per­fekt. Mei­ne Eltern hat­ten inzwi­schen auf einer Bank Platz genom­men und schau­ten mir hin­ter­her. Wir gin­gen in die Bade­an­stalt am Gen­fer See und besuch­ten das Schloss Chil­lon. Zu Essen gab es klei­ne, in Fett geba­cke­ne Fische aus dem See.

In Pfäf­fi­kon am Zür­cher See woh­nen Wal­ter und Els­beth, eben­falls Bekann­te mei­ner Eltern aus kin­der­lo­ser, glück­li­cher Zeit (obwohl ihr ers­tes Zusam­men­tref­fen mit einem Alko­hol­ex­zess und einem gebro­che­nen Arm mei­nes Vaters zu tun hat­te). Dort waren wir als Kin­der mehr­mals zu Gast.  Wal­ter arbei­te­te für die Jugend­stif­tung „Pro Juven­tu­te”. Dadurch konn­ten wir einen Som­mer in einem  gro­ßen, alten Bau­ern­haus im Ober­tog­gen­burg ver­brin­gen, das der Stif­tung gehör­te. Von dort gin­gen wir auf den Sän­tis und zum Baden an den Walen­see. Mit mei­nem Vater war ich im Ver­kehrs­mu­se­um in Luzern.

Ich fin­de Rei­sen herr­lich und bin der fes­ten Über­zeu­gung, dass Rei­sen tat­säch­lich irgend­wie bil­det. Mei­ne ers­ten Rei­sen ohne Eltern unter­nahm ich zusam­men mit mei­nen Freun­den Gun­ne und Robert. Robert stu­dier­te nicht nur die Kraft­fahr­zeu­ge an der TU Ber­lin, er hat­te auch immer selbst eins (oder meh­re­re).

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