Newcomer Google übernimmt Deja.com’s Usenet-Gruppen

Vor zwan­zig Jah­ren war ich viel in den Use­net-Grup­pen unter­wegs, die mir zuver­läs­sig die Lösun­gen für kniff­li­ge Auf­ga­ben als Soft­ware­ent­wick­ler lie­fer­ten. Dann hör­te ich von einem Kol­le­gen von einer kom­for­ta­ble­ren Art, in Use­net-Grup­pen zu recher­chie­ren: Das war der Dienst von Deja.com. Aber schon bald muss­te ich wie­der umler­nen: 2001 erschien fol­gen­der Pres­se­be­richt, hier in einer deut­schen Über­set­zung (dan­ke, Deepl.com).

Deja-vu-Internet-Blues: Google schnappt sich Deja.com-Assets

Der Inter­net-Vete­ran Deja.com hat sei­ne letz­ten Berei­che an den rela­ti­ven New­co­mer Goog­le ver­kauft und damit eine lan­ge und schwie­ri­ge Zeit als wer­be­fi­nan­zier­ter Außen­sei­ter beendet.

Von Paul Fes­ta | 12. Febru­ar 2001 | The­ma: Goog­le
Der Inter­net-Vete­ran Deja.com hat sei­ne letz­ten Unter­neh­mens­tei­le an den rela­ti­ven New­co­mer Goog­le ver­kauft und damit eine lan­ge und schwie­ri­ge Zeit als wer­be­fi­nan­zier­ter Außen­sei­ter beendet.

Die Über­nah­me von Deja.com, einer Dis­kus­si­ons­grup­pen-Such­sei­te, die einen kur­zen Aus­flug in die Pro­dukt­be­wer­tung unter­nahm, folgt auf eine Rei­he von Ent­las­sun­gen im Unter­neh­men und eine Suche nach Käu­fern, die seit dem Herbst „ernst­haft” war, so ein Deja.com-Manager.

Deja.com hat seit den Ent­las­sun­gen im Sep­tem­ber, die auch Füh­rungs­kräf­te betra­fen, eine Rei­he von wei­te­ren Stel­len­strei­chun­gen vor­ge­nom­men. Zuvor hat­te das Unter­neh­men sein Ange­bot für einen Bör­sen­gang zurück­ge­zo­gen, ein Ange­bot, das ein Jahr lang geruht hat­te, nach­dem es bei der Secu­ri­ties and Exchan­ge Com­mis­si­on ein­ge­reicht wor­den war.

Trotz des Abschlus­ses des letz­ten Kapi­tels in einer sechs­jäh­ri­gen Geschich­te äußer­ten sich die Füh­rungs­kräf­te von Deja.com opti­mis­tisch über die Übernahme.

Wir den­ken, dass Goog­le ein groß­ar­ti­ges Zuhau­se für die­sen Dienst ist”, sag­te Richard Gorelick, Chief Stra­te­gy Offi­cer. „Unser Ser­vice und ihr Ser­vice arbei­ten sehr gut zusammen.”

Deja.com wur­de ursprüng­lich als Deja­news gegrün­det, eine Web­site für die Suche nach und die Teil­nah­me an Dis­kus­si­ons­grup­pen im Use­net-Netz­werk des Inter­nets. Es änder­te sei­nen Namen in Deja.com, als es beschloss, sich auf Pro­dukt­be­wer­tun­gen durch Ver­brau­cher zu kon­zen­trie­ren. Das Unter­neh­men füg­te in der Fol­ge Infor­ma­tio­nen über Ver­brau­cher­pro­duk­te hin­zu und wur­de so zu einem Kon­kur­ren­ten von Web­sites wie myS­i­mon, die zu CNET Net­works, dem Her­aus­ge­ber von News.com, gehören.

Im Dezem­ber gelang es dem Unter­neh­men, die Web­site für Ver­brau­cher­re­zen­sio­nen an eBay’s Half.com zu verkaufen.

Mit der heu­ti­gen Über­nah­me erwirbt Goog­le die Use­net-Such­tech­no­lo­gie von Deja.com, ein­schließ­lich des Use­net-Archivs, der Deja.com-Markenzeichen, des Codes und der Sys­te­me, die den Use­net-Ser­vice betrei­ben, sowie eini­ger ande­rer geis­ti­ger Eigentumsrechte.

Aber die Mit­ar­bei­ter von Deja wer­den nicht unbe­dingt ein neu­es Zuhau­se bei dem Käu­fer fin­den. Goog­le ver­han­delt der­zeit dar­über, ob es die weni­gen ver­blie­be­nen Mit­ar­bei­ter von Deja.com an Bord holen wird. Das über­nom­me­ne Unter­neh­men war von etwa 140 Mit­ar­bei­tern vor den Ent­las­sun­gen im Sep­tem­ber auf etwa 60 vor dem Ver­kauf an eBay und etwa 20 vor dem Ver­kauf an Goog­le geschrumpft.

Weder die Bedin­gun­gen des eBay- noch des Goog­le-Deals wur­den ver­öf­fent­licht. Der Dienst wird von New York in den Haupt­sitz von Goog­le in Moun­tain View, Kali­for­ni­en, umzie­hen. Goog­le wird das New Yor­ker Büro von Deja über­neh­men und die Nie­der­las­sung in Aus­tin schließen.

Der Use­net-Such­dienst ist jetzt unter groups.google.com ver­füg­bar, obwohl Goog­le noch das gesam­te Deja-Archiv mit 500 Mil­lio­nen Nach­rich­ten ein­bin­den muss.

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